CIRCLES & SPHERES — „Eine Wanderung durch Klang-landschaften.“

Den ersten Kontakt zu sub.made hatten wir Ende der 2000er. Zu jener Zeit organsierte Denis, wie sub.made mit bürgerlichen Namen heißt, mit Freunden eigene Veranstaltungen in der Trommelfabrik, auch „Trofa“, in Weißenfels — unweit von Halle und nahe Leipzig. Der eigentliche Kontakt kam wohl über die Zwischenwelten aus Leipzig zu Stande oder über MySpace, das damals so gehyped wurde und an Facebook überhaupt noch nicht zu denken war. Denis war schon damals unglaublich vernetzwerkt und natürlich tauschte man sich aus: DJs aus Halle und Leipzig spielten bei seinen und er bei unseren Parties. Parties um 2008, 2009 herum waren Parties, die alle noch diesen typischen DIY-Charakter hatten und bei denen jeder etwas machte, egal, ob man sich gerade erste kennengelernt hat oder man schon Jahre miteinander verbrachte. Am Ende entstand dann dieses gemeinsame große Ding. So, wie im Deepartment (†) oder auf einen der Tagesopenairs in der Galgenbergschlucht.

 

 

Die Wahl der Künstler, die auf Circles & Spheres getroffen wird, spricht für hohe Qualität und sehr viel Geschmack — man findet neben THNTS, Lekande, Dorian Gray, Paul Rewind, Hannes Hesse und Federson auch Jochen Lomidhigh, die man allesamt als Kenner deeper elektronischer Musik bezeichnen darf. All das liest sich, als sei die Arbeit am Label nebst Künstleraquise, Fotografie und eigenem DJ- und Produzenten-Dasein ein lockeres Hobby, das sich wie von selbst schafft — der Umfang all dessen mit diesem hohen Anspruch an Qualität verlangt allerdings viel ab. Vor allem Zeit, die man aber, wenn man sieht, was man geschaffen hat, hoffentlich nur zu gern investiert.

Im Jahr 2016 feiert Circles & Spheres sein Zweijähriges, liefert weiterhin Musik, die sowohl zum Träumen als auch zum Tanzen einlädt und sorgt damit immer wieder für Überraschungen. Damit scheint sub.made jemand zu sein, dem Stillstand ein Fremdwort ist — und das ist auch gut so!

Die
#44 unserer Podcastserie entführt euch und uns in die unendlichen Weiten der Welt von Circles & Spheres. Enjoy!

 

Text: rwnd & Michael Hübel

Damals war sub.mades Sound für unser Empfinden immer etwas zu deep aber er ist sich und diesem Sound über die Jahre treu geblieben und mittlerweile ein wahrer Connaisseur, der dieses gewisse Gespür für eine besondere Stimmung entwickelt hat. Er kreiert mit seiner Definition von Musik das Gefühl, als befinde man sich im zeitlosen Raum.

Seit jener Zeit ist sub.made stets und ständig auf unserem Radar. Abgesehen davon, dass er der wohl ausgeglichenste Mensch ist, dem man begegnen kann, ist er im Ambient, Dub Techno & Deep musikalisch so aufgestellt, wie man es von kaum einem anderen DJ & Produzenten in dieser Stadt kennt. Mit seinem Label Circles & Spheres, das er 2014 ins Leben ruft, schafft er sich eine Plattform der besonderen Art und dabei ist das Netlabel schon lange kein Geheimtipp mehr. Es überzeugt mit sorgsam ausgewählter Musik und einem wunderbar stimmigen Artwork, das auch von Denis geliefert wird. Denn die Fotografie entdeckte
der DJ & Produzent als perfekten Ausgleich zur Musik, der Arbeit und dem Vaterdasein. Auf Reisen begleitet
ihn immer seine Kamera und er fängt auf Spaziergängen das ein, was ihm gefällt — in der einen Hand den Kinderwagen, in der anderen Hand die Kamera, im Kopf den passenden Klang. Einfacher kann Entspannung wohl kaum sein.

Mit CIRCLES & SPEHERES hat sich der DJ und Produzent sub.made eine ganz besondere Musikwelt geschaffen — das eher düster angehauchte Netlabel inkl. der Podcastserie „Circles and Spheres I Landscape“ erfreut sich bei Kennern großer Beliebtheit und überzeugt mit sorgsam ausgewählter Musik aus den Bereichen Ambient, Dub Techno & Deep abgerundet mit einem sehr stimmigen Artwork. Seit Anfang 2016 steht CIRCLES & SPHERES als eigenständiges DJ-Projekt in den Startlöchern und wagt Schritt für Schritt den Weg an die Öffentlichkeit. Es ist also an der Zeit, die Augen zu schließen, dem Mysterium in andere Sphären zu folgen und sich fallen zu lassen.

by rwnd